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Guppy vergesellschaften: worauf es ankommt
Der Guppy (Poecilia reticulata) ist ein Lebendgebärender aus dem Norden Südamerikas und der Karibik. Männchen werden etwa 3–3,5 cm groß und tragen eine lange Schwanzflosse, Weibchen erreichen 5–6 cm. Er mag warmes, mittelhartes Wasser und hält sich vor allem in der oberen und mittleren Zone auf. Gute Beifische für ein Guppy-Gesellschaftsaquarium teilen diese Ansprüche und lassen die Flossen in Ruhe. Mehr zur Haltung findest du in unserem Guppy-Porträt.
Mit diesen Kriterien prüfst du jede Art:
- Wasserwerte: wohl bei 22–28 °C, pH 7,0–8,0 und mittlerer Härte (GH 8–15 °dH, KH 4–10 °dH)
- Verhalten: friedlich, ohne Neigung, an langen Flossen zu zupfen
- Größe: zu klein, um erwachsene Guppys zu fressen (Jungfische frisst fast jeder)
- Schwimmzone: Bodenbewohner und Schwarmfische im Mittelwasser verteilen den Besatz
- Tempo: nicht so schnell und gierig, dass die Guppys leer ausgehen
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Kompatibilitätstabelle für Guppys
Die Tabelle fasst die am häufigsten empfohlenen Fische und Wirbellosen zusammen, auch Arten ohne eigenes Porträt auf handsoffmyhobby. Die Bewertungen gelten für ein eingefahrenes Aquarium ab 40 Litern mit stabilen Werten.
| Beifisch | Bewertung | Begründung |
|---|---|---|
| Panzerwelse (Panda, Zwerg, Metall, Sterbai) | Geeignet | Friedliche Bodenbewohner ab 6 Tieren, gleicher Temperaturbereich |
| Platy | Geeignet | Ebenfalls lebendgebärend, mag dasselbe harte, warme Wasser |
| Molly | Geeignet | Friedlicher Lebendgebärender für hartes Wasser; ab 80 Litern |
| Keilfleckbärbling | Geeignet | Ruhiger Schwarm im Mittelwasser, ignoriert lange Flossen |
| Funkensalmler | Geeignet | Winzig und friedlich; ab 8 Tieren im bepflanzten Becken |
| Ohrgitterharnischwels (Otocinclus) | Geeignet | Sanfter Aufwuchsfresser; braucht ein eingefahrenes Becken |
| Antennenwels | Geeignet | Kleiner, friedlicher Algenfresser am Boden |
| Dornauge (Kuhli) | Geeignet | Scheuer, harmloser Bodenfisch; bevorzugt Sand |
| Bitterlingsbarbe | Geeignet | Eine der wenigen Barben, die nicht zupft, in der Gruppe gehalten |
| Rennschnecken und Posthornschnecken | Geeignet | Fressen Algen und Futterreste, keine Gefahr für Fische |
| Red-Fire-Garnele (Neocaridina) | Geeignet | Erwachsene sicher; Jungtiere und Guppynachwuchs werden gefressen |
| Endler-Guppy | Bedingt | Friedlich, kreuzt sich aber mit Guppys |
| Schwertträger | Bedingt | Größer; Männchen bedrängen in kleinen Becken andere Fische |
| Neonsalmler | Bedingt | Friedlich, mag aber weicheres, kühleres Wasser |
| Zebrabärbling | Bedingt | Schnell und quirlig; schnappt das Futter weg |
| Zwergfadenfisch | Bedingt | Kann territorial werden; anfällig für Iridovirus |
| Kampffisch | Bedingt | Greift bunte Guppymännchen an; höchstens mit Weibchen im großen Becken |
| Sumatrabarbe, Blutsalmler, Trauermantelsalmler | Ungeeignet | Bekannte Flossenzupfer, die Guppyschwänze zerfetzen |
| Skalar | Ungeeignet | Wird groß genug, um Guppys zu fressen |
| Buntbarsche (Afrikaner, Oskar, Zebrabuntbarsch) | Ungeeignet | Aggressiv, räuberisch, andere Wasserwerte |
| Goldfisch | Ungeeignet | Kaltwasserfisch, wird groß und frisst Guppys |
| Feuerschwanz-Fransenlipper | Ungeeignet | Territorial, jagt kleinere Fische |
Guppy (Poecilia reticulata): Haltung und Zucht
Das vollständige Guppy-Porträt: Beckengröße, Wasserwerte, Futter, Geschlechterverhältnis und Zucht.
FischartenPanzerwels (Corydoras): Haltung, Wasserwerte, Futter und Arten
Der klassische Partner: friedlicher Bodenbewohner, der übriges Futter verwertet. Immer ab 6 Tieren.
FischartenKeilfleckbärbling (Trigonostigma heteromorpha): Haltung, Wasserwerte und Mitbewohner
Ruhiger Schwarmfisch fürs Mittelwasser, der lange Flossen in Ruhe lässt und viele Wasserwerte toleriert.
FischartenFeuertetra (Hyphessobrycon amandae): Haltung, Wasserwerte und Pflege
Winzig, friedlich, orange: Ein Trupp aus 8–10 Tieren belebt die Zone unter den Guppys ganz ohne Zupfen.
FischartenOhrgitter-Harnischwels (Otocinclus): Haltung, Futter, Wasserwerte
Sanfter Algenfresser für ein eingefahrenes, bepflanztes Becken. In Gruppen ab 5–6 Tieren.
FischartenAntennenwels (Ancistrus): Haltung, Pflege, Futter und Zucht
Kompakter Algenfresser mit 10–13 cm, der Guppys und ihre Jungfische ignoriert.
FischartenDornauge (Pangio kuhli): Haltung, Wasserwerte und Vergesellschaftung
Scheuer, aalartiger Bodenfisch für Sand. Dämmerungsaktiv und für Guppys völlig harmlos.
Garnelen & SchneckenRed Fire Garnele (Neocaridina davidi): Haltung, Wasserwerte und Zucht
Erwachsene Tiere leben problemlos mit Guppys; Jungtiere werden gefressen, also viel Moos einplanen.
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Die besten Guppy-Beifische im Detail
Bodenbewohner. Panzerwelse sind nicht ohne Grund die erste Wahl: friedlich, tagaktiv und am Boden unterwegs, wo Guppys kaum hinkommen. Zwerg- und Panda-Panzerwelse passen in 40–80 Liter, Metall- und Sterbai-Panzerwelse brauchen etwas mehr Platz. Dornaugen und Antennenwelse bringen Abwechslung, ohne den Guppys an der Oberfläche Konkurrenz zu machen.
Schwarmfische. Keilfleckbärblinge und Funkensalmler sind ruhig, jagen niemanden und setzen bunte Guppymännchen schön in Szene. Viele Aquarianer ergänzen Neonsalmler. Sie vertragen sich meist mit Guppys, bevorzugen aber weicheres Wasser bei 22–26 °C, das ist eher ein Kompromiss als eine Ideallösung.
Andere Lebendgebärende. Platys und Mollys teilen die Vorliebe des Guppys für hartes Wasser. Alle Lebendgebärenden vermehren sich ständig, und erwachsene Tiere fressen die meisten Jungfische. Wenn du Nachwuchs aufziehen willst, lies unseren Ratgeber Guppys züchten.
Halte etwa ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen oder ein reines Männchenbecken. Männchen treiben die Weibchen ständig, ein ausgewogenes Verhältnis verhindert, dass sie erschöpfen.
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Besatzbeispiele fürs Guppy-Gesellschaftsaquarium
Die Beispiele gehen von einem bepflanzten, beheizten Becken mit sanfter Filterung und wöchentlichem Wasserwechsel aus. Ein zuverlässiger Aquarienheizer ist wichtig, denn Guppys bleiben bei stabilen 24–26 °C gesünder. Weitere Ideen findest du bei den Fischen für 40-Liter-Aquarien und den Fischen für 80 Liter.
- 40 Liter: 3 Guppymännchen, 6 Zwergpanzerwelse, eine Kolonie Red-Fire-Garnelen mit viel Moos, 1 Rennschnecke
- 80 Liter: 1 Männchen und 3 Weibchen (oder 4 Männchen), 6 Panda-Panzerwelse, 8 Keilfleckbärblinge, 2 Rennschnecken
- 110 Liter: 6 Guppymännchen, 3 Platys, 10 Funkensalmler, 6 Metallpanzerwelse, 1 Antennenwels
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Fische, die nicht zu Guppys passen
Flossenzupfer sind die größte Gefahr. Sumatrabarben, Blutsalmler und Trauermantelsalmler knabbern an langen Flossen, und der Schwanz eines Guppymännchens ist das leichteste Ziel im Becken. Beschädigte Flossen bedeuten Stress und Infektionsrisiko, auch leichtes Zupfen wird auf Dauer zum Problem.
Größere Fische sind die zweite Gefahr. Skalare wirken im Zoofachhandel friedlich, fressen ausgewachsen aber Guppys; bessere Partner nennt unsere Seite Skalare vergesellschaften. Die meisten Buntbarsche sind zu aggressiv, Goldfische brauchen Kaltwasser, und Kampffische sehen bunte Guppymännchen oft als Rivalen, warum das meist scheitert, erklärt Kampffisch vergesellschaften. Weitere ruhige Arten findest du in unserer Liste friedlicher Gesellschaftsfische.
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Neue Beifische ohne Probleme einsetzen
Guppys aus Massenzuchten können Parasiten und bakterielle Infektionen mitbringen, neue Beifische ebenso. Halte jeden Neuzugang 3–4 Wochen in Quarantäne, gewöhne ihn langsam ein und setze ihn bei ausgeschaltetem Licht ein. Kontrolliere in der Woche danach, dass Ammonium und Nitrit bei null bleiben.
Entscheidest du dich für einen Zwergfadenfisch, beobachte ihn genau: Viele Tiere aus dem Handel tragen das Iridovirus, beschrieben unter Zwergfadenfisch-Krankheit. Prüfe außerdem gelegentlich GH und KH mit unserem Überblick zu den Wasserwerten, denn Guppys und andere Lebendgebärende kommen mit sehr weichem Wasser schlecht zurecht.
Häufige Fragen
Häufige Fragen
Welche Guppy-Beifische sind geeignet?
Kleine, friedliche Arten für warmes, mittelhartes Wasser: Panzerwelse, Platys, Mollys, Keilfleckbärblinge, Funkensalmler, Ohrgitterharnischwelse, Antennenwelse und Dornaugen. Rennschnecken, Posthornschnecken und erwachsene Red-Fire-Garnelen sind ebenfalls sicher. Meide Flossenzupfer wie Sumatrabarben, Räuber wie Skalare und Buntbarsche sowie Kaltwasserfische wie Goldfische.
Kann man Guppys und Kampffische zusammen halten?
Manchmal, aber riskant. Kampffischmännchen sehen bunte, langflossige Guppymännchen oft als Rivalen und greifen sie an, umgekehrt zupfen manche Guppys an den Flossen des Kampffischs. Wer es versucht, braucht mindestens 80 Liter mit dichter Bepflanzung, nur Guppyweibchen und ein Ausweichbecken. Getrennte Becken sind die sicherere Wahl.
Passen Guppys und Neonsalmler zusammen?
Ja, meistens. Beide sind friedlich und ähnlich groß. Der Kompromiss liegt beim Wasser: Neons mögen es weicher und bei 22–26 °C, Guppys härter und etwas wärmer. Mit etwa 24 °C, pH 7,0–7,4 und mittlerer Härte kommen beide Arten in der Regel gut zurecht.
Welche Beifische passen im kleinen Guppy-Gesellschaftsaquarium?
In 40 Litern genügen 3 Guppymännchen mit 6 Zwergpanzerwelsen oder einem Trupp Funkensalmler, dazu eine Rennschnecke oder Garnelen. Kombiniere nicht zu viele Arten: eine Bodengruppe und ein Schwarm reichen. Größere Fische wie Mollys, Schwertträger oder Antennenwelse brauchen 80 Liter und mehr.
Fressen Beifische die Guppy-Jungfische?
Fast immer. Erwachsene Guppys, Platys, Salmler, Bärblinge und viele andere Fische fressen frisch geborene Jungfische, Garnelen und Schnecken verwerten tote Tiere. Damit einige überleben, sorge für dichte Bepflanzung wie Javamoos oder Schwimmpflanzen oder setze das trächtige Weibchen in ein separates Aufzuchtbecken.
Quellen und Literatur
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