Steckbrief
- Deutsche Namen
- Perlhuhnbärbling, Galaxy Rasbora, CPD
- Synonym
- Celestichthys margaritatus
- Familie
- Bärblingsartige (Danionidae)
- Herkunft
- Shan-Plateau, Myanmar (entdeckt 2006)
- Endgröße
- 2–2,5 cm
- Lebenserwartung
- 3–5 Jahre
- Beckengröße
- Ab 40 Liter für eine Gruppe
- Gruppengröße
- Mindestens 8, ideal 10–15
- Temperatur
- 22–26 °C
- pH-Wert
- 6,5–7,5
- Härte
- GH 4–12 °dH, KH 2–8 °dH
- Verhalten
- Friedlich, aber scheu; Männchen tragen Scheinkämpfe aus
- Schwierigkeit
- Leicht bis mittel (Fütterung ist der Knackpunkt)
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Perlhuhnbärbling Haltung im Überblick
Als der Perlhuhnbärbling 2006 in den Handel kam, war er eine kleine Sensation. Kaum ein so kleiner Fisch zeigt so viel Farbe: stahlblauer Körper mit goldenen „Perlen“, schwarz-rot gebänderte Flossen und bei Männchen ein leuchtend orangeroter Bauch. Schnell wurde er einer der beliebtesten Nanofische für Pflanzenaquarien.
In Sachen Wasserchemie ist er robust, er hat aber zwei klare Ansprüche: viel Deckung, weil er scheu ist, und kleine, häufige Mahlzeiten, weil sein Maul winzig ist. Richte das Becken ein, fahre es ein, lass die Pflanzen anwachsen und setze erst dann die Fische ein.
- Becken: ab 40 Liter, lieber lang als hoch
- Gruppe: mindestens 8, wenn möglich mehr Weibchen als Männchen
- Wasser: etwas kühler als bei den meisten Tropenfischen, 22–26 °C
- Einrichtung: dichte Pflanzen, Moos, Schwimmpflanzen, sanfte Strömung
- Futter: winziges Frost-, Lebend- und Trockenfutter, mehrere kleine Portionen täglich
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Herkunft und Lebensraum
Entdeckt wurde die Art 2006 auf dem Shan-Plateau in Myanmar, nahe der Ortschaft Hopong östlich des Inle-Sees, auf rund 1.000 m Höhe. 2007 wurde sie als Celestichthys margaritatus beschrieben und später in die Gattung Danio gestellt, weshalb beide Namen noch kursieren. Trotz des Handelsnamens „Galaxy Rasbora“ ist sie ein Danio und keine Rasbora.
Ihr Lebensraum sind kleine, flache, quellgespeiste Tümpel und Sümpfe mit sehr klarem Wasser, dicht mit Gräsern und Wasserpflanzen bewachsen. Die massiven Entnahmen der ersten Jahre bereiteten Wissenschaftlern Sorgen, heute stammen aber fast alle Perlhuhnbärblinge im Handel aus Nachzucht, und das ist auch die verantwortungsvollere Wahl.
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Größe, Lebenserwartung und Geschlechtsunterschiede
Ausgewachsen erreicht der Perlhuhnbärbling nur 2–2,5 cm. Bei stabilen Wasserwerten und gutem Futter kannst du mit 3–5 Jahren rechnen.
Männchen sind schlanker, intensiver blau, mit leuchtend orangerotem Bauch und kräftig rot-schwarz gebänderten Flossen. Weibchen sind runder, eher oliv bis graublau gefärbt und haben blassorange Flossen. Eine Gruppe mit mehr Weibchen als Männchen ist oft ruhiger, da die Männchen viel Zeit mit Scheinkämpfen verbringen.
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Beckengröße und Einrichtung
Ein Aquarium ab 40 Litern ist das realistische Minimum für eine Gruppe von 8–10 Perlhuhnbärblingen. Ein dicht bepflanztes 20-Liter-Becken kann in erfahrenen Händen eine kleine Gruppe von 5–6 Tieren beherbergen, lässt aber kaum Spielraum für Fehler; in unserer Übersicht der Fische für ein 20-Liter-Aquarium findest du besser passende Arten für dieses Volumen. Ab 60–80 Litern kannst du 15 und mehr Tiere halten und weitere Zwergarten dazusetzen.
Die Grundfläche ist wichtiger als die Höhe. Perlhuhnbärblinge halten sich vor allem in der unteren und mittleren Zone nahe den Pflanzen auf, und ein langes Becken gibt den Männchen Platz für kleine Reviere. Besatzideen findest du in unserem Ratgeber zu Fischen für ein 40-Liter-Aquarium.
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Wasserwerte
Als Bewohner eines quellreichen Hochplateaus mag der Perlhuhnbärbling etwas kühleres Wasser als viele Tropenfische und verträgt eine recht breite Spanne bei pH und Härte. Bereite Leitungswasser mit einem Wasseraufbereiter auf, halte die Strömung sanft und wechsle wöchentlich 20–30 % des Wassers. Wie du deine Testergebnisse einordnest, erklärt unser Ratgeber zu den Wasserwerten im Aquarium.
| Wert | Zielbereich |
|---|---|
| Temperatur | 22–26 °C |
| pH-Wert | 6,5–7,5 |
| GH (Gesamthärte) | 4–12 °dH |
| KH (Karbonathärte) | 2–8 °dH |
| Ammonium/Ammoniak, Nitrit | 0 mg/l |
| Nitrat | Unter 20 mg/l |
Perlhuhnbärblinge bei 28 °C oder mehr zusammen mit Warmwasserarten wie Diskus zu halten, passt nicht. Wähle Mitbewohner, die sich bei 22–26 °C wohlfühlen.
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Ernährung
In der Natur zupfen Perlhuhnbärblinge winzige Wirbellose, Algen und Zooplankton von Pflanzen. Ihr Maul ist sehr klein, deshalb entscheidet die Futtergröße über die Kondition. Als Basis eignen sich zerriebenes Flockenfutter, Mikrogranulat oder Staubfutter, dazu mehrmals pro Woche Cyclops, Daphnien, Artemia-Nauplien und fein geschnittene Mückenlarven als Frost- oder Lebendfutter.
Frisch importierte Tiere sind oft mager und scheu und ignorieren Trockenfutter anfangs. Beginne mit kleinem Lebend- oder Frostfutter und füttere 2–3 kleine Portionen täglich, bis sie sich herausgefuttert haben. Lass keine Reste liegen: In kleinen Becken verdirbt Überfütterung das Wasser schnell. Unser Ratgeber zum Fische füttern hilft beim Dosieren.
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Verhalten und Vergesellschaftung
Perlhuhnbärblinge sind friedlich gegenüber anderen Arten, aber scheu. In offenen Becken verstecken sie sich ständig, in dichter Bepflanzung kommen sie heraus, suchen Futter und zeigen sich. Männchen tragen untereinander Scheinkämpfe aus, spreizen die Flossen und umkreisen sich; das wirkt dramatisch, führt bei genug Deckung aber selten zu Verletzungen. Einen engen Schwarm wie Rotkopfsalmler bilden sie nicht, eher eine lockere Gruppe zwischen den Pflanzen.
Wähle kleine, ruhige Mitbewohner, die etwas kühleres Wasser mögen. Red Fire Garnelen sind ein Klassiker, auch wenn die Bärblinge einzelne Jungtiere fressen; Details liefert unser Ratgeber Garnelen vergesellschaften. Der Keilfleckbärbling passt in Becken ab 60 Litern, und Ohrgitterharnischwelse helfen gegen Algen.
- Passt gut: Red Fire und Amanogarnelen, Rennschnecken, Ohrgitterharnischwelse, Zwergpanzerwelse, Moskitobärblinge, Feuertetras, Dornaugen
- Mit Vorsicht: Keilfleckbärblinge (ab 60 Litern), ein ruhiger Kampffisch in einem großen, dicht bepflanzten Becken (manche Kampffische jagen sie)
- Vermeiden: schnelle, unruhige Fische wie Zebrabärblinge oder Sumatrabarben, Fadenfische und Buntbarsche, die einen 2-cm-Fisch fressen können, Warmwasserarten wie Diskus
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Zucht
Im eingefahrenen, bepflanzten Becken laichen Perlhuhnbärblinge bereitwillig. Das Männchen umwirbt das Weibchen mit gespreizten Flossen, und das Paar verteilt jeweils einige Eier in Moos oder feinen Pflanzen nahe dem Boden, oft alle paar Tage. Die Alttiere fressen Eier und Jungfische: In einem moosreichen Gesellschaftsbecken kommen oft einige durch, für mehr Nachwuchs musst du aber die Eier absammeln.
Leg ein Moospolster oder einen Laichmop ins Becken und überführe es alle paar Tage in ein kleines separates Becken mit Wasser aus dem Hauptbecken und einem Schwammfilter. Bei etwa 24 °C schlüpfen die Larven meist nach rund 3 Tagen. Die Jungfische sind winzig und halten sich zunächst versteckt; füttere Infusorien oder Flüssigfutter, später Artemia-Nauplien oder Mikrowürmchen. Sie wachsen langsam, die volle Färbung zeigt sich erst nach einigen Monaten.
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Häufige Krankheiten
Die meisten Verluste treten in den ersten Wochen auf: Fische, die unterernährt und gestresst ankommen, treffen auf ein fremdes Becken und Futterkonkurrenz. Stelle Neuzugänge in einem kleinen bepflanzten Becken in Quarantäne, setze sie langsam ein und füttere reichlich mit winzigem Futter. Bei schweren oder ungeklärten Problemen hilft ein auf Fische spezialisierter Tierarzt.
| Problem | Typische Anzeichen | Erste Schritte |
|---|---|---|
| Abmagerung / Unterernährung | Eingefallener Bauch, dünner Körper, Fisch kommt nie zum Fressen | Kleineres Lebend- oder Frostfutter, weniger Futterkonkurrenz |
| Weißpünktchenkrankheit | Weiße, salzkornartige Punkte, Scheuern | Siehe Weißpünktchen |
| Flossenfäule | Beschädigte Flossen, oft nach Kämpfen in kahlen Becken | Mehr Deckung, sauberes Wasser, siehe Flossenfäule |
| Ammoniakbelastung | Schnelle Atmung, angelegte Flossen, plötzliche Verluste | Testen, Wasserwechsel, siehe Ammoniakvergiftung |
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Empfohlene Technik
Ein Nano-Becken für Perlhuhnbärblinge braucht eine sanfte Filterung und einen zuverlässigen kleinen Heizstab. Ein Schwammfilter ist ideal: schwache Strömung, keine Gefahr für Jungfische oder Garnelen und viel Siedlungsfläche für Bakterien. In vielen Wohnungen ist trotzdem ein kleiner regelbarer Heizer nötig, um 22–26 °C zu halten; siehe unseren Vergleich zum besten Aquarium-Heizer.
Die Pflanzen sind der wichtigste Teil der Einrichtung. Einfache Arten wie Javafarn, Moose und Schwimmpflanzen bieten Deckung und beruhigen die Fische. Eine moderate Aquarium-Beleuchtung genügt; sehr helles Licht ohne Schwimmpflanzen lässt sie sich öfter verstecken.
Häufige Fragen
Häufige Fragen
Welche Beckengröße braucht der Perlhuhnbärbling mindestens?
Ein Aquarium ab 40 Litern ist das realistische Minimum für eine Gruppe von 8–10 Perlhuhnbärblingen. Ein dicht bepflanztes 20-Liter-Becken kann für erfahrene Aquarianer 5–6 Tiere beherbergen, doch die Wasserwerte schwanken dort schneller und die Männchen haben wenig Platz. Ab 60–80 Litern ist eine größere Gruppe möglich.
Sind Galaxy Rasbora, Perlhuhnbärbling und Celestichthys margaritatus derselbe Fisch?
Ja. Galaxy Rasbora ist ein Handelsname für den Perlhuhnbärbling, Danio margaritatus, der auch noch unter dem älteren wissenschaftlichen Namen Celestichthys margaritatus verkauft wird. Trotz des Namens ist er keine Rasbora, sondern ein naher Verwandter des Zebrabärblings. Alle Namen meinen denselben Fisch mit derselben Pflege.
Wie viele Perlhuhnbärblinge sollte man halten?
Mindestens 8, besser 10–15, wenn das Becken es erlaubt. In größeren Gruppen verteilen sich die Scheinkämpfe der Männchen, scheue Tiere zeigen sich häufiger und das Bild wirkt natürlicher. Wenn du sie unterscheiden kannst, setze mehr Weibchen als Männchen ein, damit die Weibchen bei der Balz weniger gestresst werden.
Was fressen Perlhuhnbärblinge?
Sie fressen sehr kleines Futter: zerriebene Flocken, Mikrogranulat, Cyclops, Daphnien, Artemia-Nauplien und klein geschnittene Mückenlarven. Neuzugänge verweigern Trockenfutter oft zunächst, starte also mit Lebend- oder Frostfutter. Füttere zwei- bis dreimal täglich kleine Portionen und entferne Reste.
Kann man Perlhuhnbärblinge mit Red Fire Garnelen halten?
Ja, sie gehören zu den besten Fischen für ein Garnelenbecken. Erwachsene Red Fire Garnelen lassen sie in Ruhe, einzelne frisch geschlüpfte Jungtiere fressen sie aber. Mit dichtem Moos und vielen Pflanzen finden die Jungtiere genug Verstecke, sodass die Kolonie meist weiter wächst.
Quellen und Literatur
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