Besatz nach Beckengröße

Aquarium 40 Liter Besatz: die besten Fische und wie viele

Das 40-Liter-Becken ist eines der häufigsten Einsteigeraquarien, und mit der richtigen Auswahl lebt darin eine echte kleine Gesellschaft. Dieser Ratgeber vergleicht die besten 40-Liter-Aquarium-Fische, beantwortet die Frage, wie viele Fische hineinpassen, und liefert fünf Besatzbeispiele zum Nachmachen.

Hände setzen mit einer Pinzette Pflanzen in ein neues Aquarium

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So wählst du den Besatz für ein 40-Liter-Aquarium

Der Schritt von 20 auf 40 Liter macht viel aus: doppelt so viel Wasser zum Verdünnen von Abfallstoffen, Platz für einen Schwarm und genug Bodenfläche für eine kleine Gruppe Bodenfische. Trotzdem bleibt es ein kleines Becken. Die Fische sollten unter etwa 5 cm bleiben, ruhig schwimmen und in einem rund 50 cm langen Becken miteinander auskommen.

Starte mit einem eingefahrenen Aquarium und setze die Fische in zwei bis drei Etappen im Abstand einiger Wochen ein, damit die Bakterien mitwachsen. Wenn es dein erstes Becken ist, führt dich unser Einsteiger-Ratgeber durch die gesamte Einrichtung.

  • Ein Hauptschwarm (8 bis 10 Fische einer Art)
  • Höchstens eine Bodengruppe oder ein kleiner Blickfang
  • Alle Arten mit gleichem Temperatur- und pH-Bereich
  • Lücken mit Wirbellosen (Garnelen, Schnecken) füllen statt mit weiteren Fischen

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40-Liter-Aquarium-Fische im Vergleich

Die Tabelle enthält alle hier besprochenen Arten. Moskitobärbling, Endler-Guppy, Honigfadenfisch und Knurrender Zwerggurami haben noch keinen eigenen Steckbrief. Die Gruppengrößen gelten, wenn die Art der Hauptfisch im Becken ist. Bei der Härte gilt grob: Salmler, Bärblinge und Zwergpanzerwelse kommen mit weichem bis mittelhartem Wasser (GH etwa 3–12 °dH) gut zurecht, Guppys und Endler bevorzugen härteres Wasser (GH etwa 8–18 °dH).

Die besten Fische für ein 40-Liter-Aquarium
ArtEndgrößeTemperaturpHGruppe in 40 lRolle
Feuersalmler (Hyphessobrycon amandae)Etwa 2 cm22–28 °C5,5–7,58 bis 10Schwarm Mittelwasser
Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus)2–2,5 cm22–26 °C6,5–7,58 bis 10Schwarm Mittelwasser
Moskitobärbling (Boraras brigittae)1,5–2 cm24–28 °C5,0–7,010 bis 12Schwarm Mittelwasser
Keilfleckbärbling (Trigonostigma heteromorpha)4–5 cm22–27 °C6,0–7,58Schwarm Mittelwasser
Zwergpanzerwels (Corydoras pygmaeus)2–2,5 cm22–26 °C6,0–7,56 bis 8Bodengruppe
Guppy (Poecilia reticulata), Männchen3–3,5 cm22–28 °C7,0–8,04 bis 6 MännchenBunte Lebendgebärende
Endler-Guppy (Poecilia wingei)2,5–3,5 cm24–28 °C7,0–8,05 bis 6 MännchenBunte Lebendgebärende
Kampffisch (Betta splendens)6–7 cm24–28 °C6,5–7,51Blickfang
Honigfadenfisch (Trichogaster chuna)4–5 cm22–28 °C6,0–7,51, oder 1 Männchen + 1 WeibchenBlickfang
Knurrender Zwerggurami (Trichopsis pumila)3,5–4 cm24–28 °C6,0–7,53 bis 4Gruppe Oberfläche
Red-Fire-Garnele (Neocaridina davidi)Etwa 3 cm20–26 °C6,5–8,0KolonieResteverwerter
Rennschnecke (Neritina spp.)Etwa 2,5 cm22–27 °C7,0–8,01 bis 2Algenfresser

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Wie viele Fische passen in ein 40-Liter-Aquarium?

Die alte Faustregel „1 cm Fisch pro Liter Wasser“ würde 40 cm Fisch erlauben, sie berücksichtigt aber weder Körpermasse noch Aktivität oder Ausscheidungen. Ein 6 cm großer Kampffisch belastet das Wasser deutlich stärker als drei 2 cm kleine Feuersalmler. Verlässlicher ist für ein bepflanztes 40-Liter-Becken: ein Schwarm aus 8 bis 10 Nanofischen, dazu 6 bis 8 Zwergpanzerwelse oder ein Blickfang, dazu Wirbellose. Insgesamt also etwa 12 bis 18 kleine Fische.

Das letzte Wort haben deine Wassertests. Steigt Nitrat eine Woche nach dem Wasserwechsel über 20 mg/l oder taucht Ammonium auf, ist das Becken überbesetzt: weniger füttern, mehr Pflanzen oder Fische abgeben. Unser Ratgeber zum Nitrat senken zeigt die Möglichkeiten.

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Besatzbeispiele für 40 Liter

Jedes Beispiel setzt ein eingefahrenes, auf etwa 25 °C beheiztes, bepflanztes Becken mit sanfter Filterung und 25 % Wasserwechsel pro Woche voraus. Setze zuerst den Schwarm ein, Bodengruppe oder Garnelen drei bis vier Wochen später.

  • Klassisches Nano-Gesellschaftsbecken: 10 Feuersalmler + 6 Zwergpanzerwelse + 1 Rennschnecke
  • Pflanzen-Schmuckkästchen: 10 Perlhuhnbärblinge + eine Kolonie Red-Fire-Garnelen + 2 Rennschnecken
  • Kampffisch-Gesellschaft: 1 Kampffisch-Männchen + 6 Zwergpanzerwelse + 1 Rennschnecke (nur mit einem ruhigen Tier)
  • Lebendgebärende in hartem Wasser: 6 Guppy- oder Endler-Männchen + 1 Rennschnecke + Red-Fire-Garnelen
  • Fadenfisch-Becken: 1 Honigfadenfisch + 10 Moskitobärblinge + Red-Fire-Garnelen

Kombiniere in 40 Litern nie mehr als einen Schwarm und eine Bodengruppe, auch wenn jeder Fisch im Händlerbecken winzig wirkt. Überbesatz ist die häufigste Ursache für Krankheiten und trübes Wasser in kleinen Aquarien.

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Kampffisch mit Mitbewohnern im 40-Liter-Becken

Ab 40 Litern kann ein Kampffisch endlich Gesellschaft bekommen. Zwergpanzerwelse, Feuersalmler, Rennschnecken und Amanogarnelen sind die üblichen Kandidaten: ruhig, klein und ohne auffällige Flossen. Meide Guppys (der Kampffisch kann ihre Flossen angreifen) und Flossenzupfer. Jeder Kampffisch hat seinen eigenen Charakter, beobachte ihn nach dem Einsetzen also genau und halte einen Plan B bereit. Unser Ratgeber zu Kampffisch-Mitbewohnern geht ins Detail.

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Diese Fische passen nicht in ein 40-Liter-Aquarium

Diese Arten werden oft für kleine Becken angeboten, wachsen aber aus 40 Litern heraus oder brauchen mehr Schwimmraum:

  • Goldfisch, auch Schleierschwänze: groß, belastet das Wasser stark und braucht deutlich über 100 Liter
  • Skalare, Antennenwelse und andere Buntbarsche: als erwachsene Tiere zu groß oder revierbildend
  • Zebrabärblinge und Kardinalfische (Tanichthys): sehr schnelle Schwimmer, die ein längeres Becken brauchen
  • Neonsalmler: möglich, aber ein stabiles 80-Liter-Becken passt viel besser; mehr dazu im Neonsalmler-Steckbrief
  • Dornaugen und Ohrgitter-Harnischwelse: brauchen ein größeres, gut eingefahrenes Becken und eine größere Gruppe
  • Zwergfadenfisch: oft für 40 Liter empfohlen, doch Männchen können revierbildend sein und die Art ist krankheitsanfällig; 80 Liter sind sicherer

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Technik, die das 40-Liter-Becken einfacher macht

Die meisten 40-Liter-Komplettsets bringen Filter und Beleuchtung mit, selten aber einen guten Heizstab. Üblich ist ein Regelheizer mit 50 W; Modelle vergleichst du in unserem Test der Aquarium-Heizstäbe. Ein Schwammfilter ist eine günstige, garnelensichere Ergänzung. Wenn du noch kein Becken hast, vergleicht unser Ratgeber zu den besten 40-Liter-Aquarien die beliebten Sets, und falls dir 40 Liter zu knapp erscheinen, wirf einen Blick auf den Besatz im 80-Liter-Aquarium.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Wie viele Fische darf ich in ein 40-Liter-Aquarium setzen?

Als Richtwert einen Schwarm aus 8 bis 10 Nanofischen plus eine Bodengruppe aus 6 bis 8 Zwergpanzerwelsen oder einen Blickfang wie Kampffisch oder Honigfadenfisch. Das sind etwa 12 bis 18 kleine Fische. Wirbellose kannst du ergänzen. Orientiere dich am Nitrat: Steigt es binnen einer Woche über 20 mg/l, sind es zu viele Fische.

Welcher Besatz für ein 40-Liter-Aquarium eignet sich für Anfänger?

Guppy-Männchen in hartem Wasser, Feuersalmler oder ein einzelner Kampffisch sind am verzeihendsten. Sie fressen normales Flocken- oder Granulatfutter, verkraften kleine Fehler und bleiben klein. Eine Rennschnecke hilft gegen Algen. Egal wofür du dich entscheidest: erst einfahren, dann die Fische in kleinen Gruppen kaufen.

Kann ein Kampffisch im 40-Liter-Becken mit anderen Fischen leben?

Oft ja. Ruhige Mitbewohner ohne lange Flossen, etwa Zwergpanzerwelse, Feuersalmler, Rennschnecken oder Amanogarnelen, funktionieren in einem bepflanzten 40-Liter-Becken meist gut. Meide Guppys, Flossenzupfer und andere Labyrinthfische. Beobachte den Kampffisch in den ersten Tagen und trenne ihn, wenn er jagt oder beißt.

Kann ich Neonsalmler im 40-Liter-Aquarium halten?

Eine kleine Gruppe kann darin leben, aber Neonsalmler sind in einem stabilen 80-Liter-Becken mit einem Schwarm aus 8 bis 12 Tieren deutlich besser aufgehoben. Im 40-Liter-Becken erzielen Feuersalmler oder Moskitobärblinge eine ähnliche Wirkung mit weniger Risiko, weil sie kleiner bleiben und Schwankungen besser vertragen.

Darf ein Goldfisch in ein 40-Liter-Aquarium?

Nein. Selbst Schleierschwänze werden über 15 cm groß und produzieren viele Ausscheidungen. Für den ersten Fisch sind etwa 110 bis 120 Liter nötig, für jeden weiteren mehr, dazu eine kräftige Filterung. Ein 40-Liter-Becken ist etwas für tropische Nanofische.

Quellen und Literatur

Verfasst und geprüft von der handsoffmyhobby-Redaktion gemäß unseren redaktionellen Richtlinien.

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